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Hof Kirchhorst


Anerkannter Ausbildungs-
betrieb der Deutschen
Reiterlichen Vereinigung FN

Hof Kirchhorst
24361 Groß Wittensee
Tel: 04356 - 99750
Fax: 04356 - 1413
hof-kirchhorst@t-online.de
www.hof-kirchhorst.de


Bürozeiten:
Montag, Mittwoch und Freitag in der Zeit von 14.30 - 17.30 Uhr.

Reitturnier


Der Pferdesport = Reitsport, Fahrsport und Bodenarbeit.

Beim Pferdesport sitzt der Reiter nicht passiv auf dem Pferd, sondern geht aktiv mit der Bewegung des Pferdes mit. Das Pferd wird dabei durch Gewichtsverlagerung, Schenkeldruck und Zügelführung, so genannte Hilfen, dirigiert. Die Stimme ist ein hervorragendes Hilfsmittel für das Pferd, sie ist allerdings bei Dressurturnieren nicht zulässig. Weitere Hilfsmittel sind Gerte und Sporn. In Deutschland gibt es schätzungsweise 1,6 Millionen Reiter (Stand 2006).

Dressurreiten

Das Dressurreiten ist der Grundstock zur Ausübung aller Reitdisziplinen. Das Wort „Dressur“ ist eigentlich fehl am Platz, da das „Dressurreiten“ keine Dressur ist, sondern eine Aus- und Weiterbildung des Pferdes und seiner natürlichen Bewegungen. Sie beginnt mit dem Anreiten des jungen Pferdes und endet nach durchlaufen der Ausbildungsskala im Abprüfen der vollendeten Versammlung durch perfekten Ausführen aller bekannten Dressurlektionen.

Beim Anreiten sorgt der Reiter dafür, dass das Pferd unter seinem Gewicht ins Gleichgewicht kommt, dass es lernt, geradeaus und auf gebogenen Linien in allen drei Grundgangarten geradegerichtet zu gehen, sowie die Zügel-, Schenkel- und Gewichtshilfen des Reiters zu verstehen und die verschiedenen Lektionen auszuführen.
Dressurreiten

Dabei steht die professionelle, artgerechte und pferdeschonende Gymnastizierung im Vordergrund. Nur ein gut durchgymnastiziertes und durchlässiges (d. h. auf alle Hilfen gut reagierendes Pferd) kann ein zuverlässiger, leistungsfähiger und gesunder Partner im Sport werden. Die verschiedenen Schwierigkeitsstufen (In Deutschland: E - Einsteiger, A - Anfänger, L - Leicht, M - Mittelschwer, S - Schwer, in Österreich: A - Anfänger, L - Leicht, LM - Übergangsklasse, M - Mittelschwer und S - Schwer) enthalten bestimmte, sich steigernde Lektionen und Aufgaben, wobei jedes Gebrauchspferd mindestens den Anforderungen einer A-Dressur entsprechen sollte.

In jeder Klasse präsentiert sich die gelernte und bestehende Harmonie zwischen Reiter und Pferd im Ausführen der verschiedenen Dressurlektionen. Dressurreiten ist olympische Disziplin, ausgetragen in der Klasse Grand Prix, Grand Prix Spezial und Grand Prix Kür.

Die Mannschaftswertung erfolgt durch Summierung der Ergebnisse der 3 besten Reiter jeder Mannschaft im Grand Prix, die Einzelwertung durch Summierung der Ergebnisse der 3 Teilprüfungen jedes Reiters. Die Kür zur Musik ist ein Publikumsmagnet und wird immer bedeutender in allen Klassen.

Springreiten

Das Springreiten ist das Überwinden von Hindernissen zu Pferde. Es erfordert vom Reiter viel Geschicklichkeit, Balance, Rhythmusgefühl und präzise Einwirkung der Reiterhilfen, um ein Pferd korrekt über Hindernisse zu reiten.

Die Schwierigkeit beim Springreiten besteht darin, ein Pferd an den Sprung so heran zu reiten, dass das Pferd beim Absprung eine optimale Flugkurve entwickeln kann. Das Pferd darf also nicht zu nah am Hindernis abspringen, und auch nicht in zu großer Entfernung. Als Faustregel gilt, dass der Abstand vom Hindernis beim Absprung etwa der Höhe des Hindernisses entsprechen sollte. Das heißt bei einer Hindernishöhe von 1,20 Meter sollte das Pferd etwa 1,20 Meter vor dem Hindernis abspringen können.
Springreiten

Es gibt feste Hindernishöhen für die bestimmten Klassen, dabei dürfen 20 Prozent der Sprünge in einem Parcours bis zu 10 Zentimeter erhöht werden. Auch werden bei der Linienführung des Parcours bei höheren Klassen zunehmende Anforderungen an die Rittigkeit des Pferdes und die taktische Übersicht des Reiters gestellt.

Es gibt mehrere Arten von Hindernissen:

  • Der einfache "Steilsprung", bei dem die Pferde nur über eine einfache Stange springen müssen, worunter Gatter oder ähnliches gestellt beziehungsweise gehängt werden können.
  • Der Oxer ist ein Sprung (Hochweitsprung), wo in der LPO (Leistungsprüfungsordnung) genau festgelegt ist, wie breit der Oxer sein darf.
  • Es gibt außerdem die Trippelbarre, das ist ein Hochweitsprung der aus einem Oxer besteht, wohinter eine dritte Stange gebaut ist. Diese Sprünge sind für die Pferde am einfachsten, da sie durch ihre Form am besten der natürlichen Sprungtechnik des Pferdes entsprechen.
  • Der Bock ist ein weiteres Hindernis, welches das Pferd überwinden muss.
  • Der Wassergraben (nur in Kategorie A), der zwar flach ist, aber eine Breite von vier Metern misst. Der Wassergraben ist also ein Weitsprung. Teilweise werden jedoch kurze Gräben mit einem Sprung überbaut.

Bei Springprüfungen werden in Kategorie C und B Fehler-/Zeitspringen und Stilspringen gewertet. Ein Fehler ist zum Beispiel das Herunterwerfen einer Stange durch das Pferd (vier Strafpunkte) im Fehler-Zeitspringen, 0,5 Punkte Abzug im Stilspringen. Das Verweigern beziehungsweise Stehen bleiben vor einem Hindernis (auf nationalen Turnieren drei Fehlerpunkte, auf internationalen Turnieren vier Punkte). Auch die Überschreitung der Höchstzeit ist mit Fehlerpunkten zu bewerten. Bei Stilspringprüfungen wird jedoch das harmonische Überwinden der Hindernisse des Reiters bewertet. Hierzu gibt es eine Richtskala von 0,0-10,0, die ihrerseits in 1er Schritte unterteilt wird; das heißt es gibt Noten von zum Beispiel 6,0; 6,1; 6,2; 6,3 … 6,9; 7,0. Diese Notenskala gilt auch für den Dressursport und den Fahrsport. Ausführliche Daten über Turniere und Reitern können unter Springreiten gefunden werden.

Ein Trend in der Springreiterei ist die Bildung von Springreitteams die - ausgestattet mit entsprechenden Sponsorgeldern - an den Start gehen. Der Vorteil für die Springreiter liegt auf der Hand: Springreiten ist eine kostenintensive Sportart, die von hohem Ausfallsrisiko der Pferde gekennzeichnet ist. Nur wer über mehrere Spitzenpferde bzw. Nachwuchspferde verfügt, hat die Chancen dauerhaft bei den Besten zu sein. War es üblich - wie in der Kunst - dass einige Reiter von Mäzenen unterstützt wurden (etwa Ludger Beerbaum) so besteht über die Teams nun die Möglichkeit, mehreren Spitzenreitern aber auch Nachwuchsreitern die Chancen zu geben, unter einem Teamnamen miteinander anzutreten und damit ausgestattet mit Sponsorgeldern ein besseres Trainings- und Wettkampfumfeld zur Verfügung zu haben. Da nach dem neueren Reglement Sponsorenfarben bei der Bekleidung der Reiter grundsätzlich zulässig und bei der Ausrüstung der Pferde statthaft ist, bietet das Springreiten den Teamsponsoren auch entschieden bessere Darstellungsmöglichkeiten als beispielsweise der Dressurbereich.

Vielseitigkeitsreiten

Vielseitigkeitsreiten (früher Military, heute auch "Eventing" genannt)

Das Vielseitigkeitsreiten setzt sich aus drei Teilprüfungen der Disziplinen Dressur, Springen und Geländereiten innerhalb eines Wettbewerb zusammen. Die Prüfung hat einen militärischen Ursprung. Bei der Vielseitigkeitsprüfung benötigen Pferd und Reiter oftmals sehr viel Mut, Vertrauen, Ausdauer und Flexibilität. Eine besondere Rolle spielt die (oder mehrere) Verfassungsprüfung(en) des Pferdes zur Vermeidung von Überlastung.

Jagdreiten

Unter Jagdreiten versteht man das Reiten hinter Hunden. Geritten wird auf einer Geländestrecke mit natürlichen Hindernissen. Anders als bei der Fuchsjagd ist Jagdreiten reiner Pferdesport, es wird also kein Wild gejagt. Die Hunde (Meute) jagen auf der so genannten Schleppe, die mit einem Duftstoff gelegt wird. Die Reiter folgen dem Master und der Equipage in verschiedenen Feldern und überqueren dabei die Hindernisse. Geführt werden die einzelnen Jagdfelder von Pikeuren.

Distanzreiten

Die aufkommende Sportart Distanzreiten erfordert große Ausdauer von Pferd und Reiter. Führend im Distanzsport sind die USA, danach Großbritannien. In Deutschland wurde das Distanzreiten als Wettkampfsport erst Ende der sechziger Jahre entdeckt. Der deutsche Distanzreitsport ist seit 1976 im "Verein deutscher Distanzreiter und -fahrer e. V." organisiert, gegenwärtig gibt es rund 1.500 Mitglieder.

Wie bei anderen Wettbewerben auch gibt es beim Distanzreiten eine Unterteilung in verschiedene Kategorien von relativ kurzen Strecken bis zur härtesten von 160,9 km Länge. Pferd und Reiter müssen die jeweilige Strecke in Mindestgeschwindigkeit zurücklegen, nur in der Bronze-Kategorie bzw. Anfangsstufe wird eine Höchstgeschwindigkeit vorgegeben. Die Pferde werden regelmäßigen tierärztlichen Kontrollen unterzogen und müssen alle Stationen gesund und mit einer Pulsfrequenz von höchstens 64 Schlägen pro Minute (nach 20 Min) erreichen. Wenn das Pferd die tierärztliche Prüfung nicht besteht, wird es disqualifiziert, um zu vermeiden, dass es durch zu große Belastung Schaden erleidet.

Orientierungsreiten

Orientierungsreiten (T.R.E.C.) ist Wanderreiten in der Natur nach Tempovorgabe mit Karte und Kompass als Wettkampf. TREC-Ritte nach FN-Reglement gliedern sich in 3 Kategorien: Der Orientierungsritt (POR, bis zu 60 km, inkl. Marschzahlenroute und Point-to-Point-Aufgaben), die Geländehindernisstrecke (PTV, 16 Natur- und naturnahe Hindernisse auf einer ca. 3-5 km langen Strecke) sowie der Rittigkeit (MA, jew. ohne Taktfehler: 150 m im langsamen Galopp und 150 m im schnellen Schritt).

Daneben finden vielerorts nicht nach FN reglementierte Orientierungsritte statt. Hier sind neben dem eigentlichen Orientierungsritt noch Aufgaben zu meistern, die das gegenseitige Vertrauen von Reiter und Pferd beweisen. Gerade vom Frühjahr bis Spätsommer werden auch von etlichen Reitvereinen O-Ritte angeboten. Manche finden mit einer Karte statt, andere haben ausgeschilderte Wege. Auf der Strecke gibt es ca. alle 2-5 km (abhängig von der Gesamtlänge des O-Rittes) Stationen, bei denen Aufgaben wie z.B. von Pferd aus zu werfen oder von A nach B Wassereimer zu tragen(reiten) ohne Wasser zu verschütten. Manche Aufgaben gehen auf Zeit. Es wird nicht nur das Geschick des einzelnen Reiters getestet, sondern auch sein Fachwissen über Pferde, ihre Bedürfnisse und ihre Gesundheit. Für jede Aufgabe gibt es Punkte. Am Schluss des O-Rittes werden die Punkte aller Teilnehmer gezählt und die besten 3 prämiert (meist mit Sachprämien wie Futter, Putzzeug, Trensen usw.). Es kann einzeln oder in 2-er Gruppen gestartet werden (abhängig vom Veranstalter).

Westernreiten

Das Westernreiten ist eine aus dem amerikanischen stammende Reitweise, die sich an den Erfordernissen der Arbeit zu Pferde anlehnt, zu der es Prüfungen in unterschiedlichen Disziplinen und Schweregraden gibt. Die Disziplinen sind Western Pleasure, Westernhorsemanship, Trail, Westernriding, Reining, Halter, Superhorse, Hunter under Saddle, Hunt Seat Equitation, Hunter Hack, Pleasure Driving, Cutting, Working Cowhorse und Barrel Racing. Außerdem gibt es folgende Westernreitverbände: EWU (Erste Westernreiter Union), AQHA (American Quarter Horse Association), DQHA (Deutsche Quarter Horse Association), NSBA (National Snaffle Bit Association), APHA (American Paint Horse Assn.), PHCG (Paint Horse Club Germany), ApHC (Appaloosa Horse Club), ApHCG (Appaloosa Horse Club Germany), NRHA (National Reining Horse Assn.), NCHA (Natinonal Cutting Horse Assn.) und weitere, kleinere Verbände. Die beliebtesten Westernpferde sind Quarter Horses, Paint Horses und Appaloosas, wobei sich auch immer mehr andere Rassen (z.B. Haflinger) immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Gangpferdeprüfungen

Gangpferdeprüfungen sind eine Sportart zur Bewertung der Ausdruckskraft. Es wird in den Gangarten Tölt, Pass und ihren Variationen (siehe Pferdegangart und Gangpferd) ausgeübt. Bei einer Töltprüfung müssen mehrere Tempi auf beiden Händen geritten werden.

Voltigieren

Beim Voltigieren werden akrobatische Turn- und Gymnastikübungen allein oder in der Gruppe auf dem Pferd ausgeführt und auf verschiedenen Wettkämpfen vorgestellt. Das Voltigieren fördert das Gleichgewichtsgefühl und hat speziell bei jüngeren Personen einen positiven Einfluss auf die Ausbildung der Motorik.

Beim Voltigieren lernt der Voltigierer den Umgang mit dem Pferd, ebenso das tägliche putzen und Versorgen des Pferdes.

Freizeitreiten

Freizeitreiter sind eine große und ständig wachsende Gruppe. Sie legen besonderen Wert auf eine harmonische Beziehung zwischen Mensch und Pferd und die Achtung der Natur. Sie halten ihre Pferde artgerecht meist im Offenstall. Sie reiten häufig nach der Leichten Reitweise (siehe auch: Ursula Bruns) oder nach dem Westernreiten. Im Gegensatz zu den Turnierreitern nehmen sie eher nicht an sportlichen Wettkämpfen teil.

Wanderreiten

Wanderritte können allein, in kleinen oder großen Gruppen, selbst organisiert oder geführt, über einzelne oder mehrere Tage bis Wochen durchgeführt werden. Beim Wanderreiten steht immer das gemeinsame Erleben der Natur im Vordergrund. Es gibt spezielle Reitwanderkarten, in denen getestete und teilweise speziell fürs Wanderreiten gepflegte Wege mit allen notwendigen Stationen verzeichnet sind. Auch Kurse, Lehrgänge, Wettkämpfe und Abzeichen werden angeboten.

Formations- und Quadrillereiten

Das Formationsreiten bezeichnet das koordinierte Reiten von verschiedenen Hufschlagfiguren mit einer Gruppe von Reitern. Systematisiert und perfektioniert wurde das Formationsreiten in den Kavallerieschulen.

Das Quadrillereiten ist eine Spezialform des Formationsreitens mit einer durch 4 teilbaren Anzahl von Teilnehmern. Die Bezeichnung Quadrille stammt vom gleichnamigen formalen, ursprünglich französischen Tanz.

Polo

Polo ist eine Mannschaftssportart zu Pferd, die viel Ähnlichkeit zum Hockey aufweist. Die Spieler versuchen mittels des sogenannten Stick, einer Art verlängerter Hockeyschläger, einen Ball vom Pferd aus ins gegnerische Tor zu treiben. Es spielen dabei immer 4 gegen 4, und nach jedem Tor wird die Richtung gewechselt. Das Spiel wird von 2 Schiedsrichtern, ebenfalls beritten, geleitet. Die meisten professionellen Polo-Spieler kommen aus Argentinien, wo Polo großes Ansehen hat, genauso wie die Pferdezucht etc.

Reiten lernen, Reitschule und Reiturlaub

Es gibt in Deutschland ein breites Angebot von Vereinen und Reitschulen, die es auch Anfängern ohne jegliche Erfahrung und ohne eigenes Pferd ermöglichen ihre ersten Erfahrungen im Umgang mit dem Pferd zu sammeln.

Bei der Auswahl einer Reitschule sollten Sie besonderen Wert auf die Gesundheit der Schultiere geachtet werden. So sollte statt Ständerhaltung eine artgerechte Haltungsform, z.B. in geräumigen und hellen Boxen (nach Möglichkeit mit einem Fenster und viel frischer Luft nach draußen) gewählt worden sein. Ebenfalls sollten alle Schulpferde täglich Auslauf im Paddock oder Weidegang erhalten und regelmäßig durch ausgebildete Reiter in Beritt genommen werden, um Fehlverhalten ausschließen zu können.

Sattelzeug, also der Sattel, die Trense (oder auch Zaumzeug bzw. Gebiss), muss für jedes Pferd vorhanden sein und passen. So kann kein Satteldruck am Rücken der Pferde auftreten. Um dies weiterhin zu verhindern, sollte der oder die Reitlehrerin vor der Stunde bei jedem Pferd die Lage des Sattelzeugs überprüfen.

In einem gut geführten Stall darf es außerdem nicht vorkommen, dass ein Pferd, das aus medizinischer Sicht krank ist, weiter im Unterricht laufen muss. Deutliche Anzeichen für Krankheiten sind zum Beispiel: stumpfes Fell, glasige oder trübe Augen, Desinteresse. In besseren Ställen werden neben dem praktischen Reitunterricht auch regelmäßige Theoriestunden angeboten, bei denen man viel über Pferdehaltung und -pflege lernt. Neben den gesundheitlichen Aspekten ist auch auf die reiterlichen Vorlieben des Reitschülers zu achten.

Es gibt noch viele weitere Punkte, die Sie bei der Auswahl eines PFerdebetriebes beachten sollten, dies können hier nur eine Auswahl sein.

Daneben besteht die Möglichkeit, das Reiten in einem Reiturlaub zu erlernen. Dieser Reiturlaub kann sich neben Anfängern durchaus auch an sehr fortgeschrittene Reiter wenden, die neue Reitweisen erlernen oder auch einfach einmal eine Weile auf anderen Pferden reiten wollen. Auch hierbei gelten die gleichen Auswahlkriterien für die Wahl eines geeigneten Stalles wie bei einem Reitstall für regelmäßigen Reitunterricht.

Altersklassen im Reitsport

Im Reitsport gibt es folgende Altersklassen:

  • Nachwuchs: bis 16 Jahre
  • Junioren: bis 18 Jahre
  • Junge Reiter: 18 bis 21 Jahre
  • Reiter: 21 bis 40 Jahre
  • Senioren: ab 40 Jahre.

Fahrsport

Fahrsport bezeichnet im weitesten Sinne das Fahren mit Pferdefuhrwerken als Sport und zu Hobbyzwecken (Freizeitfahren). Die sportlichen Einzeldisziplinen sind die Dressur, der Marathon, das Hindernisfahren sowie das Geländefahren. Zur Technik und Fahrlehre siehe Fahren (Pferd). Zu den Kombinationen von Wagen, Kutschen und Pferden siehe Anspannung.

Handarbeit/Bodenarbeit

Das Arbeiten des Pferdes vom Boden aus, das heißt ohne zu Reiten. Bodenarbeit ist dabei der Oberbegriff, dem unterzuordnen sind beispielsweise Longenarbeit, Zirkuslektionen, Freiarbeit, reines Dominanztraining - wie es im Join Up praktiziert wird - und die Handarbeit.

Handarbeit im engeren Sinne der klassischen Reitkunst ist eine Technik, bei der ein Pferdeführer ein Pferd führt und dabei hinter oder schräg hinter dem Pferd mitgeht. Dabei ist die Arbeit an einem langen Zügel genauso möglich wie die Arbeit mit einer Doppellonge. Bei der Arbeit am langen Zügel steht der Pferdeführer seitlich neben dem Pferd. Arbeit am einfachen Zügel mit dem Pferd wird insbesondere im iberischen Raum praktiziert. Das Pferd kann dabei praktisch alle Lektionen bis zur hohen Schule erlernen und ausführen. Lektionen können so erst an der Hand erarbeitet werden, ohne das für das Pferd störende Reitergewicht. Ist der Bewegungsablauf und das Bewegungsmuster gefestigt, lassen sich so die Lektionen auf das Reiten übertragen.

Eine Bodenarbeit ausschließlich durch Körpersprache, Stimme und Peitsche nennt man Freiheitsdressur.

Auch beim Westernreiten und beim Freizeitreiten wird die Bodenarbeit intensiv genutzt, zum einen um dem Pferd wie in der klassischen Reitkunst gymnastizierende Übungen zunächst ohne Reitergewicht näher zubringen, zum anderen aber um Geschicklichkeit und Gehorsam des Pferdes zu trainieren. Dazu werden auch Hindernisse benutzt (Fässer, Balken, Wippe). Zur effektiven Bodenarbeit wird ein Knotenhalfter verwendet, das im Gegensatz zum Stallhalfter eine Kommunikation mit dem Pferd ermöglicht.

Therapeutisches Reiten

Therapeutisches Reiten ist ein Überbegriff für Heilpädagogisches Voltigieren und Heilpädagogisches Reiten als Arbeit mit Menschen mit psychischen und sozialen Auffälligkeiten, und Hippotherapie als Physiotherapie auf dem Pferd. Das Pferd hat im Schritt die gleichen Bewegungen, wie der Mensch. Dadurch dient Therapeutisches Reiten den Menschen, die nach einem Unfall, einer Erkrankung o.ä. nicht mehr aufrecht Gehen können es wieder zu erlernen. Wenn die geschädigten Menschen im Schritt geführt werden, wird die Bewegung des Pferdes vom Gehirn gespeichert. Die Speicherung dient zur Hilfe, bald wieder Gehen zu können bzw. eine Kräftigung der Muskulatur und/oder Korrektur der Haltung zu erreichen.

Reitsport von Menschen mit Behinderungen

Beim Behindertenreitsport betreiben Behinderte Menschen aktiven Reitsport in allen Disziplinen bis zur Olympiade. In diesem Fall sind das die Paralympics, bei denen die Menschen mit Behinderungen im Reitsport in vielen Disziplinen um die Medaillen "kämpfen". (Sie finden immer zwei Jahre nach den Olympischen Spielen in dem gleichen Land statt.)

Vereine und Verbände

Es gibt viele Vereine, z.B. für Turnierreiter (sind verpflichtet, in einem Verein Mitglied zu sein), Freizeitreiter, Westernreiter oder auch für das Fahren und Züchten.

Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN -> Fédération Nationale), Warendorf

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung ist der deutsche Dachverband für klassische Dressur- und Springreiterei sowie für Vielseitigkeit und Fahren. Der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN - Fédération Nationale) gehören in Deutschland weit über 7.000 Reit- und Fahrvereine an, mit über 750.000 Mitgliedern. Die FN betreut damit nicht nur den Turniersport sondern auch den Breitensport mit Pferden. Ferner befasst sich der Verband mit Fragen der Pferdezucht und Pferdehaltung, des Tier- und Landschaftsschutzes, sowie mit gesetzlichen Regelungen, die den Pferdesport betreffen, wie etwa Reitwegerechte.

Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland (VFD)

Vornehmlich dem Breitensport mit dem Pferd und Fragen der artgerechten Pferdehaltung verschrieben hat sich die 1973 gegründete Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland (VFD). Ursprünglich aus einer Initiative gegen eine Anfang der siebziger Jahre geplante starke Einschränkung des Reitrechts in Wald und Flur entstanden, stellt die Lobbyarbeit für Reitrechte auch heute noch einen wichtigen Bestandteil der Arbeit des VFD dar. Darüber hinaus bietet der VFD Ausbildungen etwa Bereich Pferdekunde, Wander- und Geländereiten an und veranstaltet eigene Turniere und Prüfungen.

Erste Westernreiter-Union Deutschland (EWU)

Die 1978 gegründete erste Westernreiter-Union Deutschland (EWU) wendet sich an Westernreiter. Die EWU organisiert Turniere unter anderem in den Disziplinen: Western Pleasure, Horsemanship, Trail, Westernriding, Superhorse, Reining, Cutting und Working Cowhorse. Darüberhinaus bietet sie in den Bereichen Pferdekunde und Geländereiten Prüfungen und Lehrgänge für interessierte Westernreiter ohne Turnierambitionen an. Seit 1993 ist die EWU auf Bundesebene der FN angeschlossen.

Quelle: wikipedia.de