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Zügelhilfen

Sitzt der Reitanfänger zum ersten Mal auf dem Pferd, fragt er sich, wie man den dem Pferd „sagt was es tuen soll“. Wo ist das Gaspedal, wo das Lenkrad und wo um Himmels Willen denn die Bremse, wenn sich das Tier ungewollt in Bewegung setzt?? Das Geheimnis liegt im Zusammenspiel der Reiterhilfen, welche mit Gewicht, Schenkel und Zügel gegeben werden.

Wofür sind Zügelhilfen da?

Zügelhilfen sollen eine weiche Verbindung zum Pferdemaul herstellen, können bei falscher Anwendung allerdings auch den meisten Schaden anrichten. Die annehmende Zügelhilfe kann je nach Intensität eine Stellung im Pferdehals veranlassen, das Pferd aufmerksam machen oder das Genick lösen. Hierzu wird die Zügelfaust etwas mehr geschlossen oder etwas nach innen gedreht, um kurzzeitig mehr Spannung auf den Zügel zu bekommen. Auf eine annehmende Hilfe folgt immer (!!) eine nachgebende Zügelhilfe. Der Druck wird wieder vermehrt gelöst und die Hand geht in die Ausgangsposition zurück.

Durchhaltende Hilfe

Geht das Pferd deutlich gegen die Hand an und tritt nicht locker ans Gebiss heran, wird die Hand solange „abgestellt“ und bleibt geschlossen bis das Pferd nachgibt und anfängt weich zu werden. Dies nennt man eine durchhaltende Hilfe. Nach dieser folgt wiederum eine nachgebende Zügelhilfe.

Verwahrende Zügel

Wird ein Pferd durch die annehmende Zügelhilfe gestellt, ergänzt der verwahrende Zügel diesen außen und verhindert das Ausbrechen der Schulter.

Seitwärts weisende Hilfe

Zu guter Letzt wird vor Allem bei jungen Pferden oder Pferden, die sich schwer tuen sich vorwärts-abwärts zu dehnen, gerne die seitwärts weisende Hilfe verwendet. Hierbei wird die innere Hand etwas in Richtung Bahnmitte geführt um dem Pferd die Richtung zu weisen und die Dehnung zuzulassen.